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Auf ganzer Linie: REHAU setzt auf SAP TM

Als Premiummarke für polymerbasierte Lösungen ist REHAU in den Bereichen Bau, Automotive und Industrie international führend. Mit vollem Einsatz und maximaler Drehzahl geht es daher auch an die Einführung eines effizienten Transport Management Systems. Das gemeinsam mit inconso speziell für die REHAU Logistik entwickelte Template (SAP TM) ist an den ersten Pilotstandorten in den erfolgreichen Produktivbetrieb übergegangen. Weitere Rollouts ziehen nach – mit Blick auf Standardprozesse, die die REHAU Gruppe in den nächsten Jahren standortübergreifend etabliert.

Das Thema Digitalisierung treibt Unternehmen weltweit. Auch der Polymerspezialist REHAU setzt sich intensiv mit der Digitalisierung auseinander und rief hierfür sogar eine eigene Initiative ins Leben, für die REHAU den anerkannten „Digital Leader Award 2018“ erhielt. Da wären beispielsweise smarte Lösungen gegen Luftverschmutzung, lebensrettende Stoßfänger-Systeme oder per „Smart Sense“ ausgestattete Möbelelemente – um nur einen kleinen Einblick in das hoch innovative REHAU Produktportfolio zu geben.

Digitalisierungsinitiative gestartet
Auch das groß angelegte Logistikvorhaben hin zu vollständig digitalisierten Planungs- und Steuerungsprozessen in der Transportlogistik trägt Vorbildcharakter. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die REHAU Gruppe zu einem international agierenden Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz von über drei Milliarden Euro entwickelt. Weltweite Produktions- und Distributionsstandorte, Niederlassungen rund um den Globus und ein entsprechend großes Lieferantennetz stellen allerdings besonders hohe Anforderungen an die Einführung eines Templates für das Transport Management. Im Fokus: Die Entwicklung eines SAP TM Templates als zentrale Plattform für die Planung und Steuerung des transportlogistischen Netzwerks. Mit mehr als 170 Standorten, über 40 Werken und mehr als 110 Verkaufsbüros weltweit ist der Aufbau eines einheitlichen Templates jedoch kein leichtes Unterfangen. Besondere Herausforderungen zeichneten sich zudem durch die hohe Produkt- und Transportverpackungsvielfalt bei REHAU ab.

Transportlogistik mit SAP TM
Die Wahl fiel im Rahmen einer Machbarkeitsstudie auf SAP TM. Gründe waren insbesondere die moderne technische Basis, die funktionalen Möglichkeiten, um auch zukünftige Anforderungen über den Standard in das Template aufnehmen zu können, und die Ergonomie. Ferner verfolgt REHAU eine SAP Strategie, auf deren Basis sich das zukünftige System optimal in die Logistikprozesse integrieren lässt.

Spezifikationen
Das von den inconso Softwareexperten entwickelte Template wurde speziell für die Anforderungen des logistischen Netzwerks der REHAU Gruppe ausgerichtet. Fachliche Inhalte konzentrierten sich beispielsweise auf Anforderungen einer lieferbasierten Transportplanung, über die REHAU unterschiedliche Versandarten (Paketversand, Stückgut, Teil- und Komplettladungen, See- und Lufttransporte) abwickelt. Für die Planung waren die Abbildung und Nutzung von Packvorschriften erforderlich. Damit die Berechnungen prozessübergreifend zu gleichen Ergebnissen führen, wurden die im SAP ERP hinterlegten Regeln übernommen. Die Findung der optimalen Versandart wird durch den sogenannten VSR-Optimierer (VSR = Vehicle Scheduling and Routing) unterstützt. Auf Planungsebene wird durch die Kombination der Packstückbildung und der VSR-Optimierung eine Entscheidung herbeigeführt, die vielfältige fachliche und kommerzielle Aspekte berücksichtigt.

Weitere Leistungsmerkmale des Templates sind die Sendungsbildung und das Frachtkostenmanagement. Neben klassischen transportbezogenen Berechnungen wurde eine sendungsbezogene Frachtkostenberechnung etabliert. Lieferungen werden nach definierten Kriterien zusammengefasst und Frachtkosten entsprechend bilanziert. Kalkulierte Frachtkosten werden abschließend bis auf Materialebene weiterberechnet.

Um bereits zu einem frühen Zeitpunkt Erkenntnisse über die Art und Weise der Ausprägungen der Anforderungen im Zielsystem zu erhalten, wurde bei der Umsetzung der Anforderungen methodisch auf ein agiles Projektvorgehen (inkl. Prototyping) gesetzt.

 

Kurzum haben wir  in inconso einen professionellen Partner gefunden, der unsere Probleme schnell verstanden hat, so Agnieszka Marciniak von REHAU.

 

Rollout
Mit dem auf Basis des SAP TM realisierten Template greift REHAU künftig auf eine einheitliche Lösung für die Planung und Steuerung des weltweiten Transportnetzwerks zurück. Der Ersteinführung in Polen in 2017 schlossen sich binnen Kurzem weitere Rollouts in Brasilien und Österreich an. Das Systemtemplate wächst mit jeder Einführung weiter, um plangemäß 2020 volle „Reife“ zu erlangen. Wurden die ersten Rollouts noch unter umfassender Unterstützung durch die Softwareexperten von inconso eingeführt, so ermöglicht die über das Template erreichte Prozessstandardisierung die Durchführung der Rollouts in zunehmender Eigenregie. Als strategischer Partner für die Weiterentwicklung des Templates unterstützen die Softwareexperten von inconso aktuell bei der Umsetzung neuer Anforderungen, die sich beispielsweise aufgrund länderspezifischer Vorgaben ergeben.

 

Im Interview: Agnieszka Marciniak, IS Logistics WS/BS/IS/FS bei REHAU AG + Co

inconso: Frau Marciniak, in welchen Prozessbereichen sind durch SAP TM die größten Bereicherungen festzustellen?

Agnieszka Marciniak: Mit SAP TM zeigen sich wesentliche Bereicherungen vor allem im Bereich der Transportplanung. Darüber hinaus haben wir aber auch in Bereichen wie der Frachtabrechnung und Rechnungsprüfung bis hin zum Frachtkostencontrolling viele Prozessschritte vereinfacht. Gelungen ist dies insbesondere durch Standardisierungsmaßnahmen, über die die Prozesse auf signifikante Weise an die klassische Rechnungsprüfung herangeführt wurden.

inconso: Wie haben Sie die Projektumsetzung in Zusammenarbeit mit inconso empfunden?

Agnieszka Marciniak: Die Zusammenarbeit mit inconso gestaltete sich durchweg kooperativ und lösungsorientiert – ganz im Sinne einer agilen Vorgehensweise, mit der sich das Projekt in dieser Form realisieren ließ. Kurzum haben wir in inconso einen professionellen Partner gefunden, der unsere Probleme schnell verstanden hat. Dieses gemeinsame Verständnis war eine gute Basis für die weitere Zusammenarbeit. Bei der Umsetzung neuer Anforderungen steht das Expertenteam nach wie vor zur Seite. Rollouts des Templates können wir dagegen zunehmend selbstständig vornehmen.

 

Die Zusammenarbeit mit inconso gestaltete sich durchweg kooperativ und lösungsorientiert, betonte Agnieszka Marciniak von REHAU.

 

inconso: Wie zufrieden sind Sie mit den bisherigen Meilensteinen?

Agnieszka Marciniak: Mit den bisherigen Ergebnissen sind wir sehr zufrieden, zumal ein Projekt dieser Größenordnung auch gewisse Herausforderungen mit sich bringt. In Zusammenarbeit mit inconso haben wir bis zu diesem Punkt allerdings bereits viel erreicht. In einigen Bereichen zeigt sich noch Verbesserungspotenzial, doch insgesamt bewegen wir uns mit inconso als Partner auf einem hervorragenden Weg.

Die Megatrends Globalisierung und Digitalisierung wirken sich zunehmend auf Unternehmen, Organisationen und Institutionen aus – und das weltweit.

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